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 Reisemagazin - Türkei
Türkische Ägäis: Museum unter freiem Himmel
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Bilder von der Türkischen Ägäis und der lykischen Küste finden Sie in unserer Bilddatenbank |
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Zeugnisse der Geschichte, wohin man blickt: Die Südliche Türkische Ägäis beherbergte von der Antike bis ins Mittelalter einige der bedeutendsten Kulturen. Ruinen von Tempeln, Badehäusern und Palästen sind vielerorts zu entdecken im größten Freilichtmuseum der Welt.
Vor rund zweieinhalb Jahrtausenden war Xanthos Hauptstadt des lykischen Bundes, eines Zusammenschlusses mächtiger Handelszentren der Region. In der römischen Kaiserzeit nahm die benachbarte Hafenstadt Patara diese Rolle ein und war weit über ein Jahrhundert einflussreiche Metropole und Sitz der römischen Provinzialverwaltung von Lykien und Pamphylien. Die moderne Organisation des lykischen Bundes fand ihren Niederschlag sogar in der amerikanischen Verfassung.
Geschichte pur und oftmals auch zum Anfassen: Überreste aus vielen historischen Epochen sind über und selbst unter Wasser zu finden. Zudem besitzt jede größere Stadt der Südlichen Türkischen Ägäis ein Museum. Die vielleicht eindrucksvollsten Dokumentationen sind in den Museen von Marmaris, Fethiye und Mugla zu sehen.
In Xanthos lohnt ein Besuch der kleinen Akropolis mit Überresten der alten Stadtmauer sowie verschiedenen Ruinen vom Tempel bis zum Kloster, die nach wie vor einen Eindruck vom historischen Leben in einer ebenso kultur- wie selbstbewussten Stadt vermitteln. Sehenswert: die Wahrzeichen von Xanthos, das Harpyienmonument und der Pfeilersarkophag.
Rund zehn Kilometer entfernt von Xanthos liegt Patara mit seinem einstmals imposanten Hafen, in dem seinerzeit Kriegsschiffe ankerten und Händler Gold, Seide und Gewürze umschlugen. Historischen Zeugnissen begegnet man hier gleichsam auf Schritt und Tritt, da Mauerfragmente, Säulen, Bögen und behauene Steine an vielen Punkten aus dem Sand von Strand und Dünen herausragen. Ein Muss: vom höchsten Rang des ehemaligen Theaters den Panoramablick über das Meer und die Landschaft genießen.
Das späthellenistische Theater von Fethiye, in der Antike Telmessos genannt, bot einst für einige tausend Zuschauer Platz - und noch heute finden im bemerkenswert gut erhaltenen Ambiente Veranstaltungen statt. Spektakulär: die in den Fels geschlagenen Gräber aus der lykischen Epoche auf einer Anhöhe über der Stadt. Blickfang ist das knapp zehn Meter in die Höhe ragende und von Säulen eingefasste Grab des Königs Amynthas.
Paul Balthasar
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